Deine Frage

Deine Frage wirkt nach in mir, suche ich
Nach einem Grund sie abzuwehren,
Dass sie falsch sei - falsch gestellt.

Was mir mein Dichten sei, mein Schreiben?
Arbeit oder Hobby/Zeitvertreib? - das,
Bitte, batest du, sollte ich erklären.

So stehend vor der Wahl zwischen
Ernsthaft-richtig und La-La
Misshagten mir beide Optionen.

Denn als Arbeit, tägliche Routine
Mag ich es nicht beschreiben, weiß ich,
Kann und wird es nicht gelingen.

Brauchen Verse, zumindest bei mir,
Ungewisse Räume, unbestimmte Zeiten
Des Schwebens und des Gährens.

Nicht erzwingen könne man sie,
Nicht tagtäglich produzieren von
Acht bis achtzehn Uhr mit Pausen.

Dies ausgeschlossen also bliebe
In deinem Schema nur das Hobby
Als Beschreibung meines Tuns.

Dazu aber nehme ich's viel zu
Ernst, quäle mich mitunter, lasse 
Mich zu tief darauf ein.

Und leide, wenn nichts gelingt, 
Fühle mich halb nur ohne, 
Nenne mich selber Poet.

Wahrscheinlich liegt der Fehler
In deinem Begriff des Berufs
Als Vollzeitjob und Broterwerb.

Dass aber ist es nicht und dennoch
Mir unsäglich wichtig, dass ich viel 
Zeit darauf verwende, Geld und Kraft.

Und deine heimliche Wertung, das 
Arbeit mehr Würdigung verdient 
Und Mühe lohnt, die ist nicht meine.

Und ist es nicht wie mit der Liebe?
Sie gelingt dir weder aus pflicht-
Mäßigem Eifer noch nebenbei.

Als Hobby zu schwach beschrieben,
Als Arbeit zu drängend und eng:
Im Leben gibt es sichtlich mehr.